💧 Hausinstallationen und die versteckten Gefahren: Warum ein Trinkwassertest im Haushalt nützlich ist
Die Schweiz gilt nicht umsonst als das „Wasserschloss Europas“. Unser öffentliches Trinkwasser stammt meist aus geschütztem Grund- und Quellwasser und wird von den Wasserversorgern auf höchstem Niveau kontrolliert. Doch diese Garantie endet nicht an Ihrem Wasserhahn, sondern bereits am Hausanschluss.
Ab dem Übergabepunkt liegt die Verantwortung für die Wasserqualität in der Hand des Hauseigentümers oder Betreibers der Liegenschaft. Dies ist in der Verordnung über Trinkwasser gesetzlich verankert. Die letzten Meter bis zu Ihrem Glas bergen oft die grössten Risiken.
Die grössten unterschätzten Gefahren in Ihren Leitungen
Auch wenn das Wasser, das in Ihr Haus fliesst, von bester Qualität ist, kann es auf dem Weg durch die Hausinstallation mit unerwünschten Stoffen in Kontakt kommen. Zwei Gefahrenquellen sind dabei besonders relevant:
1. Die Gefahr von Schwermetallen (Blei, Nickel, Kupfer)
Besonders in älteren Gebäuden, die vor 1970 gebaut wurden, können noch Bleirohre verbaut sein, die das Schwermetall an das Trinkwasser abgeben. Obwohl Bleirohre in der Schweiz seit 1904 verboten sind, besteht das Risiko weiterhin in Altbauten.
Auch wenn Ihr Haus neuer ist, können Armaturen und bestimmte Legierungen (z. B. Messing oder Rotguss) Blei oder Nickel absondern, wenn das Wasser längere Zeit in den Leitungen steht (Stagnation). Dies kann vor allem für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder gesundheitsschädlich sein. Der Höchstwert für Blei im Trinkwasser beträgt laut Verordnung des EDI 10 µg/l.
2. Die Keimfalle Legionellen
Legionellen sind Bakterien, die sich besonders gut in lauwarmem, stehendem Wasser vermehren. Das Risiko besteht fast ausschliesslich in Warmwassersystemen (Boiler, Speicher).
- Ideale Temperatur: Zwischen 25°C und 45°C (der ideale Nährboden).
- Stagnation: Selten genutzte Leitungen oder Totstränge fördern das Wachstum.
- Übertragung: Gefährlich wird es, wenn Legionellen über Aerosole (feine Wassertröpfchen) beim Duschen eingeatmet werden.
Wann ist ein professioneller Wassertest ratsam?
Die Selbstkontrolle durch den Liegenschaftseigentümer ist in der Schweiz entscheidend, wie auch der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) betont. Ein Wassertest ist dringend empfohlen, wenn:
- Ihr Gebäude vor 1970 gebaut wurde.
- Sie lange Vorlaufzeiten für Kaltwasser haben (Erwärmung der Leitungen).
- Nach grösseren Sanierungen oder Austausch von Armaturen.
- Nach längerer Abwesenheit (Ferien/Betriebsunterbrüche).
- Säuglinge oder immungeschwächte Personen im Haushalt leben.
➡️ Wissen, was Sie trinken – mit einer Wasseranalyse
Warten Sie nicht, bis das Problem offensichtlich wird. Die Gewissheit über die tatsächliche Qualität des Wassers erhalten Sie nur durch eine unabhängige Laboranalyse.
Wenn Sie in der Schweiz schnell und unkompliziert die Belastungen in Ihren Hausinstallationen überprüfen möchten, bietet umweltcheck.ch eine Reihe von akkreditierten Wassertests an.
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Weiterführende Informationen und Quellen:
- Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV): Überwachung der Trinkwasserqualität
- Prävention von Legionellen: Empfehlungen des BAG/BLV (PDF)
✔ Gefahr durch Übertragung beim Duschen
✔ Auslöser von Legionärskrankheit
✔ Fokus auf bakterielle Kontamination
✔ Für allgemeines Trinkwasser, Enthärter
✔ Schwermetalle und Schadstoffe
✔ Evtl. Bakterienanalyse zusätzlich empfohlen
✔ Schwermetalle und Schadstoffe
✔ Evtl. Bakterienanalyse zusätzlich empfohlen
✔ Häufigste Schadstoffe
✔ Bakterienanalyse separat erhältlich
✔ Analyse auf Blei auch inkludiert
✔ Evtl. Bakterienanalyse zusätzlich empfohlen